Von Mandy 

November 25, 2021

Ausgaben Liste

Ausgaben Liste

Bestimmt jeder junge Mensch, der von zu Hause auszieht, bekommt von seinen Eltern den Tipp:

Damit Du einen Überblick über Deinen Einnahmen und Ausgaben hast, erstellt dir eine Ausgaben Liste.

Dieser Rat ist Goldwert.

Aber nicht mal 40% der Bevölkerung weiß, wie hoch die monatlichen Ausgaben sind und nur 20% führen eine Ausgaben Liste in Form einen Haushaltsbuches.

Was kommen alles für Ausgaben auf Dich zu?

Wer von daheim auszieht, wird schnell feststellen, dass da eine Menge an Kosten auf einen zukommt.

Hier nur ein paar Beispiele:

  • Miete
  • Energiekosten
  • Telefon
  • Mietnebenkosten
  • Telefon
  • Versicherung
  • Internet

Ausgaben Liste nur im Kopf - Ganz schön viel für das Gehirn!

Das alles im Kopf zu behalten und die Übersicht zu haben, ist schier unmöglich. Denn sind wir mal ehrlich, in der Schule bekommt man das nicht beigebracht.

Natürlich kann man schon früh lernen, mit Geld umzugehen. Das man nicht alles immer gleich ausgibt, sondern sich Beträge auch zurücklegt, also etwas anspart. Vielleicht gab es schon größere Anschaffungen, für die Du ein paar Monate Geld zur Seite legen musstest.

Aber es ist nicht zu vergleichen, was in Deinem Leben an Ausgaben auf Dich zukommt, wenn Du den heimischen Haushalt verlässt.

Ausgaben Liste

So behältst Du Deine Einnahmen und Ausgaben im Blick

In unserem Podcast queensandbusiness.de haben wir über unser Gehirn gesprochen, dass eine fantastische Arbeit erbringt.

Es ist jedoch nicht in der Lage, unsere Einnahmen und Ausgaben die zukünftig anfallen, im Blick zu behalten. Das führt zu dem Problem, dass wir vielleicht manchmal Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen, die aber nicht mit unserer finanziellen Situation vereinbar ist.

Ob in Papier oder digital ist egal - Hauptsache Du notierst

Es ist daher wichtig, dass Du Dir Deine Ausgaben und Einnahmen visualisierst.

Ob Du dafür ein Haushaltsbuch in Papierform oder in digitaler Form verwendest, oder eine Haushaltsbuch-App kannst du für Dich selbst entscheiden. Nutze etwas, was Dir liegt und auch "Spaß" macht.

Haushaltsbuch im Bullet Journal?

Wenn Du zum Beispiel Lust am Bullet Journaling hast, dann führe doch Deine Einnahmen und Ausgaben Liste in deinem Journal. Wer nicht weiß, was Bullet Journal ist, den verlinke ich hier einmal das Buch von Ryder Carroll. So habe ich den Weg zum Journaling gefunden.

Struktur über eine App?

Du bist eher technisch affin und nutzt lieber eine App? Dann mach das auch. Es gibt eine Menge Haushaltsbuch Apps, die auch den Datenschutz im Blick haben. Bei meiner Haushalt App, die ich früher genutzt habe, konnte ich sogar mein Konto einlesen.

Auch eine Auflistung in als Tabelle mit Excel (Windows) oder Numbers (Mac) ist natürlich möglich.

Mittlerweile nutze ich das Profit First System (darauf komme ich gleich noch) und führe meine Ausgabenliste in meinem Bullet Journal.

Regelmäßige Einnahmen aufschreiben

Schreibe Deine Einnahmen auf. Das kann zum Beispiel Dein Gehalt sein, oder vielleicht auch Dein Kindergeld. Wenn Du schon älter bist und selbst schon Kinder hast, dann natürlich auch hier das Kindergeld. Weitere Beträge auf der Einnahmeseite können sein: Unterhalt, Renten, etc.

Alle festen Ausgaben ermitteln

So wie Du Deine Einnahmen aufgeschrieben hast, so machst Du das jetzt auch mit den Ausgaben. Und zwar mit den fixen Ausgaben, also denen die immer gleich bleiben.

Kosten die nicht monatlich, sondern vielleicht vierteljährlich oder jährlich auftreten, brichst Du am besten auf monatlich herab. Denn für diese Ausgaben, musst Du jeden Monat Geld "reservieren".

Mach Dir doch Kategorien

Meine Liste in meinem Bullet Journal habe ich nicht als Tabelle angelegt, sondern habe mir vorher Kategorien überlegt, in was ich unsere Ausgaben einteile: Hausfinanzierung, Hausnebenkosten, Kinder, Hobby, etc.. Dann habe ich die Positionen der Ausgaben unter die Kategorien geschrieben.

Nachdem ich das Bankkonto geprüft hatte und alle fixen Ausgaben, den Kategorien zugeordnet habe, habe ich die Summe der jeweiligen Kategorien gebildet.

Budget für die veränderlichen Ausgaben ermitteln

Zum Schluss gibt es dann noch die sogenannten variablen Kosten, wie zum Beispiel Lebensmittel, Kosmetik, Reinigung, Kleidung, etc.

Für die jeweilige Position habe ich mir Beträge überlegt. Das basiert bei mir aus den Erfahrungen der letzten Jahre.

Ausgaben Liste mit Budget

Rücklagen bilden

Meist kennt man dies nur im unternehmerischen Kontext. Aber auch privat benötigt man Geld, damit ich nach Möglichkeit keinen Kredit aufnehmen muss, wenn mir etwas kaputt geht oder ich Anschaffungen tätigen möchte.

Ich habe zum Beispiel dieses Jahr mir eine Enthärtungsanlage angeschafft und ich war richtig stolz auf mich, dass wir diese Anschaffung ohne Kredit vornehmen konnten. Da freut man sich, wenn man etwas Spielraum für so etwas auf seinem Konto hat.

Weitere Rücklagen wäre aber zum Beispiel auch Urlaubsreisen.

Jetzt habe ich den Überblick

Ich mache mir eine weitere Übersicht und stelle die Einnahmen meinen Ausgaben gegenüber.

Idealerweise sollte bei diesem Vergleich auf jeden Fall die Einnahmenseite höher ausfallen als meine Ausgabenseite.

Brauch ich wirklich dieses Abo?

Ist dem nicht so, muss ich mir Fragen stellen wie: Welche Ausgaben kann ich einsparen? Brauche ich ein Netflix-Abo oder Amazon-Prime-Abo? Sind meine Versicherungen alle notwendig?

Bei den Versicherungskosten sollte man sich genau beraten lassen, welche Versicherungen wirklich notwendig sind, welche kann ich vielleicht auch später, wenn ich mehr Geld zur Verfügung habe, abschließen. Es sollte auch genau geprüft werden, dass ich keine doppelte Absicherung habe, die mich Geld kostet und wo mir das Geld für andere wichtige Sachen fehlt.

So gehe ich dann alle Ausgaben durch und notiere mir separat, welche ich kündigen bzw. einsparen kann.

Die Ergebnisse aus dem Ganzen

Im Ergebnis habe ich jetzt einen klaren Blick auf meine Finanzen. Ich weiß, wofür ich Geld ausgeben muss und wieviel ich für bestimmte Sachen ausgeben darf. Durch Ansparen vermeide ich kleine Konsumkredite. Und mein Überschuss zwischen Ausgaben und Einnahmen lege ich mir zu Seite. Das ist bei uns dafür reserviert, um mit der Familie was Tolles zu unternehmen.

Als Belohnung!

5 Gründe warum Du eine Ausgaben Liste schriftlich führen solltest

  • Entlaste Dein Gehirn, damit es sich die vielen Kosten und wann sie zu zahlen sind, nicht mehr muss
  • mach Dir Deine Ausgaben klar
  • erkenne, ob Du Deine Ausgaben überprüfen solltest
  • bilde Rücklagen für spätere Anschaffungen, damit zu kleine Kredite vermeiden kannst: immer fit mit Kleinkredit ist zwar ein lustiger Spruch, dass war es aber auch schon
  • schaffe Dir finanzielle Spielräume um dich zu belohnen

Ausgabenliste: Nicht nur etwas für den privaten Haushalt

Nicht nur der private Haushalt sollte sich eine Ausgabenliste erstellen. Was bei dem Gehirn für den privat Bereich gilt, gilt natürlich auch für den unternehmerischen Bereich.

Da der Umfang an Ausgaben bei einem Unternehmen noch um einiges höher ist, sollte wirklich jede Unternehmerin sich eine Ausgabenliste erstellen. Sie sollte noch ein paar mehr Angaben enthalten, wie die Liste für die Privatperson (Laufzeit, monatliche Auflistung).

Ausgaben Liste ist ein Basic vom Profit-First-System

Die Ausgaben Liste ist unter anderem einer der Basic, die Du machen musst, wenn Du das Profit First System einsetzen möchtest.

Über die weiteren Basics haben wir in unserem Podcast gesprochen. Und auch was wir im Unternehmen mit der Ausgabenliste weiter machen und welche Kenntnisse wir daraus ziehen können. Die Folge "Profit First: mit Erfolg Deine Ausgaben auf dem Prüfstand" verlinke ich Dir hier.

Wenn Du mehr zum Profit First System für Unternehmerinnen wissen möchtest, dann schau doch mal auf unserer Website profit-first-einfach-klar.de vorbei. Dort findest Du auch unseren Greenhorn Kurs - Der Anfängerkurs für Profit-First Einsteigerinnen.

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