Von Mandy 

Dezember 16, 2021

Veraenderungen

Shownotes

Das ist Folge 011.

Willkommen beim Podcast von Queens and Business.

In knackigen 10-15 Minuten erhältst Du als Unternehmerin wertvolle Tipps für den Aufbau eines gesundes Business von A für Anfangen bis Z wie Zufriedenheit.

Wir, das sind Liane und Mandy begleiten Dich als Unternehmerinnen beim Aufbau Deines Wunschbusiness. Uns ist wichtig, dass Dein Business auf einem stabilen Fundament steht und Dir auch nach Jahren noch Spaß macht. Nichts ist schlimmes, wenn dass Business einen zur Geisel macht.

In dieser Folge sprechen wir über das Thema Veränderungen und warum einige Veränderungen im Leben so leicht gehen, während andere uns so schwer fallen. Zur Veranschaulichung bringen wir dazu das Bild vom Elefanten und Reiter mit.



Du möchtest wissen, was dann kommt? Dann hör doch gleich mal rein oder nutz die Leseversion.

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Herzliche Grüße

Eure Liane und Mandy


Hier kannst Du die Podcastfolge lesen

Hallo und herzlich willkommen. Cool, dass du wieder mit dabei bist. Wir freuen uns sehr, dass du uns wieder ein paar Minuten deiner Zeit schenkst. Heute geht es um das Thema Veränderungen. Was sie mit uns machen und warum wir dazu auch Belohnungen brauchen – darüber sprechen wir heute. Gleich geht's los. Viel Spaß!


Noch mal: Willkommen zurück. Letzte Woche haben wir ja die liebe Benita Königbauer zu Gast im Podcast gehabt, und sie hat uns viel über ihren Weg, wie sie zu Profit First kam bzw. wie das Profit First System sie gefunden hat, unterhalten. Ihr Warum und ihre Begeisterung für das System war ja richtig ansteckend. Und zum Schluss haben wir ja über Veränderungen gesprochen.

Ja, das ist richtig; das Thema Veränderungen. Und das wollen wir heute einfach vertiefen, mit euch. Veränderungen, die begleiten uns ja irgendwie das ganze Leben. Manche sind für uns gar kein Problem, da freuen wir uns sogar drauf. Da brauche ich bloß da dran zu denken, als wir beschlossen hatten, uns einen Hund zu kaufen. Da war die Freude groß, als es endlich so weit war, dass wir unsere Evi abholen konnten. Wir sind sogar bis Mannheim runtergefahren – das war alles gar kein Problem. Morgens eher aufstehen, denn Hund muss ja Gassi gehen. 

War auch gar kein Problem. Abends noch eine Runde drehen, auch wenn Wetter nicht so besonders war. Nicht schlimm, macht man ja gern. Das war alles super, weil ganz positiv. Weil, wir haben uns darauf gefreut. Das kennst du ja sicher auch, Mandy?

Ja, damals, als wir uns Amera angeschafft haben, war das so, und die mussten wir ja jetzt leider einschläfern, dieses Jahr. Aber relativ schnell kam der Entschluss, einen neuen Hund anzuschaffen. Und als wir uns für Bluna entschieden haben, haben wir richtig darauf hingefiebert, wann wir sie endlich abholen können. Und ja klar: morgens raus, abends noch mal raus.

 Oder halt auch, dass man sich bei seinem Urlaub irgendwie ein bisschen einschränkt usw. Das macht man halt gerne. Oder man unterbricht irgendwelche Sachen; halt einfach, weil man sich auf das Tier in dem Moment freut. Oder grundsätzlich natürlich freut. Das sind Veränderungen, die wir wirklich wollen, wo unser Herz und unsere Seele für brennt.

Ja, das ist richtig. Und da fällt uns alles überhaupt nicht schwer. Dann gibt es aber Veränderungen, ja, da ist das so ein kleines bisschen anders. Es ist zwar nicht so, dass wir diese nicht möchten, zumindest ein Teil in uns, aber da gibt es eben noch einen anderen Teil und der sieht das irgendwie ganz anders. Das sind die Veränderungen, wo wir rational wissen:

„Ja, die brauchen wir.“ Aber unser Herzblut hängt nicht ganz so doll da dran, wie wenn man sich zum Beispiel einen Hund anschafft. Das ist dann eher die Vernunft, die uns sagt „Ja, jetzt müssen wir etwas verändern“, aber das fällt uns eben dann etwas schwer.

Da würde mir zum Beispiel der Bereich Digitalisierung in Unternehmen einfallen. Büro und Organisation gehören ja bei den meisten nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen, wenn man sich sein Business aufbaut, und das dann betreibt. Das ist eher eine Beschäftigung: „Die muss ich machen, weil das Finanzamt das haben möchte“, oder „Mein Steuerberater, meine Steuerberaterin möchte das haben“.

Man hat sich da einen bestimmten Ablauf angeeignet und den zieht man durch. Und wenn jetzt so eine Veränderung ansteht, wie Belege digitalisieren oder ein Kassenbuch online erstellen, oder oder, dann bereitet einem das schon ein bisschen Unbehagen, weil das ein Bereich ist, den man verändern muss, aber vielleicht nicht unbedingt möchte. 

Und mir fällt noch ein: Ich bin ja Fan von der Serie …

Aber das Herzblut hängt ja da auch nicht so dran, an Buchhaltung. Das kommt ja meistens noch mit dazu, ne? Es ist ja nicht so: „Yuppie, Buchhaltung.“


Ja, das ist bei den wenigsten der Fall. Mir fällt da auch noch ein: Ich bin ja Fan von der Serie Gilmore Girls und in der ersten Staffel – in der Folge 17 war das, glaube ich – hat Roy zu ihrer Mutter gesagt: „So, heute erledigen wir alle Dinge, die wir bisher aufgeschoben haben. Und als Anreiz gibt es eine kleine Belohnung, wie zum Beispiel Maniküre. Oder wir schauen uns irgendeine Vorstellung an.“ Einfach nur, damit man diese unangenehmen Sachen erledigt. 

Dafür braucht man einen Anreiz.

Ja, genau so ist es. Und der Grund, warum das so ist, das ist zumindest nach gängiger Meinung der Psychologen: dass in unserem Gehirn zwei Systeme unabhängig voneinander arbeiten. Das eine ist die emotionale Seite. Das ist die, wo wir die Freude verbinden, wo wir uns glücklich fühlen, wo wir Spaß dran haben, natürlich auch, wo irgendwo Trauer oder Schmerz mit in Verbindung seid. Also wirklich das ganze Gefühlspaket. Der andere Bereich, das ist die rationale Seite. Zahlen, Daten, Fakten – also Nachdenken, Analysieren, Planen und so weiter. 

Manche kennen vielleicht auch die Bezeichnung für diese beiden Bereiche als „Planer und Macher“. Wir finden aber das Bild von „Elefant und Reiter“ super. Dieses Bild hat der Psychologe Jonathan Haidt in seinem Buch – ich hoffe, ich spreche das richtig aus –, die Glückshypothese verwendet. Und in dem Buch Switch greifen es die beiden Autoren auch wieder auf. Das finde ich ein ganz tolles Bild.

Der Elefant, der ist ja da für die emotionale Seite zuständig. Und der Reiter auf dem Elefanten, der ist für die rationale Seite zuständig. Das kann man sich vielleicht ganz gut vorstellen: Der Reiter ist im Verhältnis zu dem Elefanten relativ klein und sitzt auf dem Rücken und hält die Zügel in der Hand. Also das rationale Denken hält die Zügel der Emotionen in der Hand. Er glaubt auch, dass er den Elefanten führt. Das funktioniert aber immer nur so lange, wie sich Reiter und Elefant, oder rational und Emotionen einig sind. Ist dies nicht mehr der Fall, verliert der Reiter, denn der Elefant ist mit seinem Gewicht dem Reiter natürlich deutlich überlegen. 

Und wenn man jetzt mal in sich reinschaut: Die rationale Seite ist nicht so kräftig wie die emotionale Seite.

Ja, und das kennen die meisten sicherlich von sich selbst, und ich kenne das auch von mir – da brauche ich nämlich nur an mich zu denken und dieses Raffaelo Eis, was ich so super gern esse. Es gibt Tage, da kann ich beim Einkaufen an der Kühltheke vorbeigehen. Das ist überhaupt kein Problem, das funktioniert. Und dann gibt es andere Tage … die ziehen mich sozusagen magisch an. Also mein Elefant, der lässt einfach dem Reiter keine Möglichkeit, um mich davon abzuhalten. Selbst wenn ich ganz genau weiß: Ständig dieses Eis zu essen, das ist nicht so gesund. 

Und mein Elefant, der ist eben erst zufrieden, wenn das Eis zu Hause ist. Und am besten, wenn ich jeden Abend eins vertilge.

Da kann ich mich auch dran erinnern: Ich habe vor Jahren in meinem Fitnessstudio so ein Abnehmprogramm mitgemacht, und da gab es immer einmal pro Woche einen Cheatday. Da durfte man essen. Natürlich nicht Megaportionen, aber man durfte eben mal essen, was nicht im Plan stand. Und das ist auch so ein Bild dafür. Solange ich mich immer nur unter Kontrolle und „Du darfst das nicht!“ und „Du sollst das nicht“ und so weiter … das geht eine gewisse Zeit lang gut, so wie bei dir mit dem Eis – da kannst du an der Theke vorbeigehen. 

Aber irgendwann ist eben der Punkt, wo es heißt: „Nö, geht nicht.“ Und deswegen macht man bei diesen Abnehmprogrammen, zum Beispiel bei dem jetzt hier so einen Cheatday. Es gibt andere Sachen, wo es dann andere Möglichkeiten gibt, aber das war für mich ein Beispiel. Und heute machen wir das auch zu Hause noch so, dass wir einmal pro Woche was Besonderes essen, – mal holen wir was, mal kochen wir was Besonderes, oder Ähnliches. Einfach, damit man, ja, ein Erfolgserlebnis dabei hat.

Ja, das ist so: Der Reiter, der schafft es eben nicht, den Elefanten so lange auf der Spur zu halten, bis das Ziel erreicht ist. Die Zügel ständig straff zu halten und immer gegen die Richtung zu steuern, das ist eben sehr kraftaufwendig und das stresst letzten Endes den Reiter. Und wir merken das ja an uns selbst, dass wir dann gestresst sind und geben dann einfach dem Elefanten nach und machen das so wie immer. Und wir kennen das alle an uns: Wenn ich heute spare, dann kann ich mir den Grundstein für ein Haus legen, oder große Reisen machen.

Oder ich kann weniger arbeiten, ich hab mehr Freizeit, – was auch immer das Ziel ist. Aber wenn das zu weit weg ist und ich nicht nichts dazwischen habe, wo ich den Elefanten mal belohnen kann, dann wird das meistens nichts.

Ja, und wenn man sich diese Fitnessindustrie ansieht, findet man das auch immer wieder. Zum Beispiel Weight Watchers; wenn man dort eine bestimmte Kiloanzahl verloren hat, dann gibt es ein Sternchen oder eine Auszeichnung. Und ich kann mich zum Beispiel daran erinnern – ich habe Weight Watchers auch selber gemacht –, dass mein Coach mir damals gesagt hat: „Zerteile dein großes Ziel in viele kleine Meilensteine und wenn du diese erreicht hast, dann belohne dich mit etwas.“ Natürlich nicht mit Essen. Und ich hatte mir damals so ein Armband gekauft. Und immer, wenn ich einen von meinen Meilensteinen, die ich mir selber gesetzt hatte, erreicht hatte, habe ich mir für mein Armband einen Anhänger gekauft. 

Das war eine schöne Belohnung.

Ja, und daran hat man ja dann auch Freude und ist begeistert. Und dann freut man sich eigentlich auch darauf, was man geschafft hat – das ist eigentlich das Tolle daran. Man weiß es und ist dann auch ganz begeistert darüber. Aber es kostet wirklich gemeinsame Kraft, so will ich das mal sagen. Deswegen ist es so, dass wir wirklich beide immer mitnehmen müssen: den Elefanten und den Reiter. Also gemeinsam. Nur: wenn der Reiter die Richtung vorgibt und wenn er den Elefanten auch immer begeistern kann, dass er emotional wirklich beteiligt ist – das ist das Wichtige –, dann klappen auch die Veränderungen. 

Deswegen ist es so, wie du gerade gesagt hast, wichtig, sich Teilziele zu setzen, kleine Ziele, damit ich immer Step-by-Step ein Belohnungssystem habe, wo mein Elefant und mein Reiter zusammen feiern können und begeistert sind für das, was sie geschafft haben.

Genau. Und wie man diese rationale und emotionale Seite und das Belohnungssystem bei Profit First einsetzt, darüber geht es in unserer nächsten Folge in 14 Tagen. Ja, wir bedanken uns ganz herzlich bei dir, dass du uns zugehört hast, und wenn dir die Folge gefallen hast, dann abonnier doch unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Und wenn du schon mehr über Profit First wissen möchtest, dann besuche doch unsere Webseite ‘www.profit-first-einfach-klar.de’. Dort findest du alle Links zu der Folge, alle erwähnten Bücher, die wir bisher besprochen haben und natürlich auch unseren Greenhorns-Kurs, – der Selbstlernkurs für Profit-First-Anfänger. Bis dahin wünschen wir dir eine schöne Woche und viel Erfolg. 

Bis dann, tschüss.

Tschüss.


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